Tom Cruise

Tom Cruise (3. Juli 1962 in Syracuse, New York als Thomas Cruise Mapother IV) ist ein US-amerikanischer Schauspieler und Filmproduzent.

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Furchtlos und überzeugt von sich bis hin zur Arroganz, dazu von blendendem Aussehen, verkörpert der Jungstar des US-Kinos eine Menge von dem, was man zur flotten Unterhaltung ohne viel Tiefgang gerne sieht. Keiner mixt den "Cocktail" (1987) so spektakulär wie er. Wenn er schüttelt, sind sie gerührt! Keiner pilotiert das Überschall-Kampfflugzeug so atemberaubend wie er als "Top Gun" (1986). Wenn er den Daumen nach oben hält, scheint Amerika unverwundbar. 

Keiner stößt das Queue beim Pool-Billard (mit Paul Newman) so unverschämt heftig wie er: "Die Farbe des Geldes". Auf dieser Schiene avancierte der Legastheniker seit Ende der 80er Jahre zu einem der erfolgreichsten amerikanischen Nachwuchsschauspieler seiner Generation. Schule war - bis auf das Amateurtheater in der High School - nicht sein Ding. So ließ ihn seine geschiedene Mutter, eine begeisterte Laienschauspielerin, 1980 nach New York ziehen. 

Wie hunderte vor ihm, begann auch Cruise neben den Schauspielkursen als Aushilfskellner. Fünf Monate später hatte er seine erste Filmrolle an Land gezogen. In "Endlose Liebe" (1981), mit Brooke Shields, hat er nach einer Dreiviertelstunde einen 30-Sekunden-Auftritt. Genug für ein neues Engagement. 

Unter den "Kadetten von Bunker Hill" (1981) begegnet der Zuschauer einem kahlgeschorenen Cruise, der sich für seine Rolle eines fanatischen Soldaten 15 Pfund Gewicht angefressen hatte. Es folgen zwei Rollen in "Die Aufreißer von der High School" (1983) und in Francis Ford Coppolas Gesellschaftsmelodram "Die Outsider" (1982). Die Teenager-Komödie "Lockere Geschäfte" (1983) mit Cruise als Popper wird sein erster größerer Erfolg. Der sollte ihm treu bleiben. 

Cruise ist in den folgenden Jahren auf Hauptrollen abonniert: "Der richtige Dreh" (1983), "Legende" (1985), "Top Gun" (1986), "Die Farbe des Geldes" (1986), "Cocktail" (1988) und das Autisten-Drama "Rain Main" (1988) neben einem weiteren Weltstar: Dustin Hoffman. War Cruise bereits in diesem Film nicht mehr nur der Strahlemann, so ist er es noch viel weniger im Rollstuhl als Vietnam-Heimkehrer in Oliver Stones Kriegsmelodram: "Geboren am 4. Juli" (1989). 

Die folgenden Filme knüpfen wieder an frühere Heldenrollen an: "Tage des Donners" (1990) - Cruise spielt in einem sehr mäßigen Film einen ehrgeizigen Stock-Car-Rennfahrer. "In einem fernen Land" (1992) zeigt einen Cruise als mittellosen irischen Auswanderer, der sich in seiner neuen Wahlheimat Amerika im wahrsten Sinne des Wortes durchschlagen muss. In der Story über einen Militärprozess, "Eine Frage der Ehre" (1992), schlüpft Cruise einmal mehr in Uniform und hilft als Verteidiger, den wahren Bösewicht (Jack Nicholson) zu überführen. 

Auch in dem modernen Mafia-Thriller "Die Firma" (1993) spielt Cruise wieder einen Anwalt, der sich aus den Fängen des organisierten Verbrechens zu befreien versucht. 1993 gibt Cruise mit dem TV-Film "Falling Angels: The Frightening Frammies" sein Regie-Debüt. Es folgen "Interview mit einem Vampir" (1994) sowie die heitere Titelrolle als Sportagent "Jerry Maguire - Spiel des Lebens" (1996). 

1996 kommt das Action-Abenteuer "Mission: Impossible" in die Kinos. Alles professionelles Unterhaltungskino mit einem nicht weniger professionellen Leinwandstar, der einen Nerv der Zeit trifft. Für die Komödie "Jerry Maguire" wurde Cruise für den Oscar nominiert. 

1999 drehte er zusammen mit seiner Frau Nicole Kidman unter der Regie von Stanley Kubrick das Psychiater-Drama "Eyes Wide Shut". Und für seine Rolle als ausgeflippter Sex-Guru in Paul Thomas Andersons Drama "Magnolia" erhielt er 2000 einen Golden Globe. Die Fortsetzung von "Mission: Impossible", der eher schwache "M:I-2", avancierte dennoch zu einem der Kassenschlager des Kinojahrs 2000. Im Februar 2001 dann eine überraschende Meldung: Tom Cruise und Nicole Kidman trennten sich in gegenseitigem Einvernehmen. 

Denn inzwischen hatte sich Cruise in seine Partnerin des Thrillers "Vanilla Sky" verliebt. Doch das unnötige Remake des spanischen Thrillers "Open Your Eyes" (1997) war nicht so erfolgreich wie gewünscht. 2002 sah man dann Cruise in Steven Spielbergs Zukunft-Thriller "Minority Report" und in einem Cameo-Auftritt in "Austin Powers in Goldständer". 

2003 folgte seine brillante Vorstellung als Schwertkämpfer in "Last Samurai", ebenso gekonnt dargestellt war sein Killer in "Collateral" (2004). Erneut unter der Regie von Spielberg sah man ihn 2005 in der Verfilmung des H. G. Wells-Klassikers "Krieg der Welten". 

Außerdem spielte er den Conferencier und Sprecher in der Dokumentation "Stanley Kubrick - Ein leben für den Film" (2000) von Kubricks Schwager Jan Harlan. 

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