"ich erhielt, oben in der lustigen Kleidung und im Durchlauf um Neuseeland mit einem Bogen und einem Pfeil für 18 Monate anzukleiden, wie Schlechtes konnte das sein?"

Orlando Jonathan Blanchard Bloom (13. Januar 1977 in Canterbury, England) ist ein britischer Schauspieler.

Orlando Bloom äußerte bereits im Alter von neun Jahren den Wunsch, Schauspieler zu werden. Sein Vater Harry Bloom, ein bekannter Anti-Apartheids-Kämpfer und Autor, starb, als Orlando Bloom ein Kleinkind war. Seine Mutter Sonia Copeland-Bloom zog seine Schwester Samantha und ihn mit Hilfe von Orlandos Paten Colin Stone auf. Erst als Teenager erfuhren beide Kinder, dass ihr leiblicher Vater nicht Harry Bloom, sondern Mr. Stone ist. 

Inzwischen hat sich die Familie mit dieser Situation zurechtgefunden, und Stone tritt bei offiziellen Anlässen immer an der Seite Sonias auf. Ersten Kontakt mit der Schauspielerei und dem Rezitieren von Text bekam Bloom durch die christliche Erziehung, die ihm und seiner Schwester durch ihre Mutter zuteil wurde - nach eigenen Angaben mussten die Kinder jeden Sonntag Bibelverse auswenid lernen. 

Mit 16 Jahren begab Bloom sich nach London und schrieb sich an der Schauspielschule National Youth Theatre für Jugendliche und junge Erwachsene ein. Er verdiente sich in dieser Zeit auch erste Sporen als Komparse und Nebendarsteller in TV-Serien wie beispielsweise "London's Burning". Bald darauf wurde er an der Guildhall School of Music and Drama angenommen.

Während seiner dortigen Ausbildung spielte Bloom viel Theater. Als er 20 Jahre alt war, bekam er seine erste Rolle in einem Kinofilm. Es war zwar nur ein sehr kurzer Auftritt, aber immerhin erschien sein Name im Abspann. Er spielte 1997 in dem Film Wilde (auch bekannt als Oscar Wilde) einen Strichjungen - allerdings bezeichnet Blooms Auftritt eine Schlüsselszene des Films: Der verheiratete Vater Oscar Wilde erkennt durch den Auftritt des Strichjungen erstmals seine eigene Homosexualität. Der Film über das Leben des Schriftstellers Oscar Wilde wurde mit einigen Preisen ausgezeichnet.

1998 überstand Bloom nach einer waghalsigen Kletteraktion einen Sturz von einer Regenrinne im dritten Stock, wobei er sich den Rücken brach. Nach einer Operation und der Ansage der Ärzte, er würde vermutlich nie wieder laufen können, verließ Bloom weniger als zwei Wochen nach dem Unfall gehend das Krankenhaus. 

Eine 20cm lange Narbe am unteren Rücken zeugt noch immer von der schweren Verletzung. Insgesamt hat sich Bloom außerdem schon ein paar Rippen, die Nase, beide Beine, einen Arm, das Handgelenk, einen Finger und einen Zeh gebrochen.

Ganze zwei Tage vor seinem Abschluss an der Guildhall School wurde Bloom mitgeteilt, dass er die Rolle des Elben Legolas in der Herr der Ringe spielen durfte. Er hatte beim Casting zwar für die Rolle des Faramir vorgesprochen, dennoch war Peter Jackson überzeugt, den perfekten Legolas gefunden zu haben.

Inzwischen ist Orlando Bloom ein begehrter Darsteller, wie seine Auftritte in zahlreichen großen Hollywood-Produktionen belegen.

Bloom lebt derzeit in London und zeitweilig in Los Angeles. Wie alle Darsteller der neun Gefährten (außer John Rhys-Davies) aus der HdR-Trilogie hat sich auch Bloom nach dem Ende der Dreharbeiten eine 9 in elbischer Schrift tätowieren lassen. Sie befindet sich am rechten Handgelenk, wie in einer Szene von der "Fluch der Karibik" zu sehen ist. 

Im Jahr 2001 wurde er von den Lesern des englischen Magazins F.M. Magazine in die Liste der "Sexiest Brit Actors" auf Platz 19 gewählt und ist seitdem als feste Institution von Listen dieser Art zu bezeichnen. Er war zwei Jahre lang mit der Schauspielerin Kate Bosworth liiert, Gerüchte über Trennung und/oder Versöhnung des Paares sind seitdem immer wieder im Umlauf; beides wurde aber von offizieller Seite nicht bestätigt.

In Troja agierte Bloom an der Seite von Brad Pitt. 2005 konnte er in Ridley Scotts Historienepos Königreich der Himmel in seiner ersten großen Hauptrolle Kinozuschauer wie auch Kritiker nicht überzeugen. Farblosigkeit und schauspielerische Defizite wurden Bloom für seine Darstellung des Balian von Ibelin (Barisan der Jüngere) attestiert, die deutsche Tageszeitung Die Welt betitelte ihn gar im direkten Vergleich mit Russell Crowes Gladiator als "weichgespülter Held". 

Sein Auftritt in der Independent-Produktion Haven (an der Seite von Bill Paxton), bei welcher Bloom erstmals auch als Co-Produzent fungierte, wird nur als DVD-Veröffentlichung zu sehen sein. Neben den zwei Fortsetzungen des Piratenabenteuers Fluch der Karibik in den Jahren 2006 und 2007 wird Bloom im Herbst 2005 erstmalig in der Komödie, Elizabethtown an der Seite von Kirsten Dunst und Susan Sarandon zu sehen sein. Ein kleiner Auftritt in der Komödie Love and other Disasters ist ebenfalls für 2007 angesetzt.

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