Elizabeth Hurley

Elizabeth "Liz" Jane Hurley (10. Juni 1965 in Basingstoke, Hampshire, England) ist eine britische Schauspielerin, Produzentin und Model.

Elizabeth Hurley ist die Tochter eines Armee-Offiziers und einer Grundschullehrerin. Ein Star werden wollte sie schon immer: Als Kind träumte sie von einer Karriere als Tänzerin. 

Also nahm sie im Alter von zwölf Jahren Ballett-Unterricht. Aber nach "Schwanensee" und dergleichen stand ihr dann doch nicht der Sinn, und schon vier Jahre später konnte man Liz Hurley ganz unklassisch mit rosa Haar und Nasenring durch die Gegend laufen sehen. Trotzdem (oder vielleicht deshalb?) erhielt sie ein Stipendium am London Studio Centre, wo sie Kurse in Tanz und Theater belegte. 

1987 erschien Liz Hurley erstmals auf der Leinwand. In dem größtenteils verkorksten Episodenfilm "Aria" war sie in dem von Bruce Beresford bebilderten Teil zu sehen, nackt zur Musik von Erich Wolfgang Korngold aus "Die tote Stadt". Bei der spanischen Produktion "Remando al viento" (1987) lernte sie einen aufstrebenden Jungschauspieler namens Hugh Grant kennen. Es funkte. Die Beziehung hielt immerhin mehr als zehn Jahre, dann stolperte Grant über eine Prostituierte und Hurley gab Hugh den Laufpass. 

Ende der 80er Jahre hatte Liz Hurley einige Rollen im Fernsehen, so in der BBC-Miniserie "Christabel" (1988) oder in "Act of Will" (1989) mit Peter Coyote. Neben Jürgen Prochnow, Patsy Kensit und Franz Buchrieser tauchte sie auch in einem deutschen Film auf: "Der Skipper" von Peter Keglevic. Die spanisch-französische Koproduktion "Der lange Winter" (1991) zeigte sie neben verdienten Schauspielgrößen wie Vittorio Gassman und Jean Rochefort. 

1992 gab Elizabeth Hurley ihr Hollywood-Debüt als Terroristin in dem Actionfilm "Passagier 57" an der Seite von Wesley Snipes. Allerdings blieben ihre Filme zweitrangig: Man sah sie unter anderem in dem Horrorthriller "Bedlam - Jenseits des Wahnsinns" (1993) und dem Drogen-Drama "Mad Dogs and Englishmen" (1994). Für das Hugh-Grant-Vehikel "Extrem - Mit allen Mitteln" (1996) wechselte Liz Hurley ins Lager der Filmproduktion. "Mickey Blue Eyes" (1999) ist ihre zweite Arbeit als Produzentin. 

1997 hatte sie einen gewissen Erfolg in der Mike-Myers-Klamotte "Austin Powers", 1999 folgt ein Sequel. Zuletzt erwies sich Liz Hurley zweimal als Knallcharge: In der albernen Klamotte "Der Onkel vom Mars" (1999) versuchte sie als clevere TV-Journalistin dem braven Jeff Daniels eine tolle Story abzuluchsen. Neben Matthew McConaughey und Woody Harrelsen sah man sie in "Ed TV" (1999), einer allzu handzahmen TV-Satire, die neben thematisch ähnlichen Filmen wie "Pleasantville" oder "Truman Show" nicht bestehen kann und an den Kassen floppte. Dagegen ist Elizabeth Hurley in ihrer Funktion als Model für Estée Lauder sehr erfolgreich. Allerdings ist an ihr auch nicht alles echt: Die silikongespritzten Lippen haben inzwischen Schlauchbootformat. 

Weitere Filme mit Liz Hurley: "Der Sommer des Schakals" (1989), "Orchid House" (1990), "Scharfschützen - Die Armee des Schreckens", "Die Verschwörung der Patrioten" (beide 1994), "Der Cop-Killer von Manhattan" (1995), "Samson und Delila" (1996) und "Dangerous Ground" (1997) mit Ice Cube und Ving Rhames. 2000 kommt sie in Harold Ramis Komödie "Teuflisch" daher, und in "Mann umständehalber abzugeben" (2002) hat sie es auf das Vermögen ihres Noch-Ehemanns abgesehen.

 

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