Denzel Washington

Denzel Washington wuchs im New Yorker Stadtteil Bronx auf. Seine Eltern achteten in der Erziehung auf Ethik, Gott und Familie, Werte, die der Schauspieler noch heute hoch hält und respektiert. Im Alter von 14 ließen sich seine Eltern scheiden und er wurde mit seiner älteren Schwester in ein Internat gebracht. Nach der High School studierte er an der Fordham University und machte 1977 seinen Abschluß in Journalistik und Dramaturgie. 

Während seiner Studienzeit konnte er erste Theatererfahrungen sammeln und so stand sein Berufswunsch fest: Schauspieler. Natürlich kam da der Gewinn eines Stipendiums für das American Conservatory Theater in San Francisco gerade recht. Aber schon nach einem Jahr hatte er die Schnauze voll, er wollte endlich Schauspieler werden. 

An der Seite von George Segal hatte er 1981 in Carbon Copy seine erste Filmrolle, blieb aber weitestgehend unbeachtet. Auf der Bühne konnte er beachtlichere Erfolge feiern, für seine Rolle in dem Stück A Soldier's Play wurde er mit einem Obie ("Bühnen-Oscar") ausgezeichnet. Durch diese Auszeichnung wurde NBC auf ihn aufmerksam und er wurde für die Krankenhausserie St. Elsewhere verpflichtet. 

Mit dieser Serie hatte er den Sprung nach oben geschafft und ihm flatterten einige Angebote ins Haus. Für Regisseur Norman Jewison schlüpfte er in A Soldier's Story nochmals in seine bereits honorierte Rolle. 1987 nahm er sich zusammen mit Regisseur Sir Richard Attenborough der Rassentrennung in Südafrika an. Für seine Rolle des ermordeten Bürgerrechtlers Steven Biko in Cry Freedom, wurde er für den Oscar als bester Nebendarsteller nominiert. 

In Edward Swick's Historiendrama Glory war Denzel Washington 1989 als Sklave Tripp zu sehen. Diesmal konnten die Juroren nicht anders, als ihn mit dem Oscar für die beste Nebenrolle auszuzeichnen, den Golden Globe nahm er ganz im vorbeigehen mit. 1990 machte er als verführerischer Trompeter in Mo' Better Blues von sich reden. 

Bei diesem Film traf er zum ersten Mal mit dem schwarzen Regisseur Spike Lee zusammen, mit dem er dann 1992 das heikle Projekt Malcom X anpackte. Die Rolle des umstrittenen schwarzen Bürgerrechtlers sorge für mächtig Diskussionsstoff, aber gleichzeitig wurde das dreistündige Epos zu einem der besten Filme des Jahres gekürt. Beim Oscar und beim Golden Globe reichte es allerdings nur für eine Nominierung. 

In den folgenden Jahren konnte Denzel Washington ein ums andere Mal seine Klasse unter Beweis stellen. In der John Grisham Verfilmung The Pelican Brief half er Julia Roberts aus der Klemme und in Philadelphia steht er dem Aids kranken Tom Hanks zu Seite. Im U-Boot Thriller Crimson Tide zeigt sich sein Gespür für Blockbuster, andererseits stellte er die Kritiker in Devil in a Blue Dress zufrieden. 

Seine folgenden Filme Courage Under Fire und The Preacher's Wife sind fast sogar als Enttäuschung zu bezeichnen. 1998 meldet sich Denzel Washington als engagierter Jäger eines brutalen Serienkillers in Fallen zurück. Noch im gleichen Jahr dreht er zusammen mit seinem Freund Spike Lee He Got Game und spielt den verknackten Vater eines Basketballtalentes. 

Im Thriller The Siege spielt Denzel Washington den Chef einer Einsatzgruppe gegen Terrorismus und muß sich mit dem entschlossen handelnden Militär Bruce Willis anlegen. 1999 ist er in The Bone Collector ans Bett gefesselt, muß aber gleichzeitig der unerfahrenen Angelina Jolie zu Seite stehen, um einen Serienkiller zu stellen. Zusammen mit Norman Jewsion dreht er anschließend den Film The Hurricane. 

Sein Porträt des zu unrecht verurteilten Boxers Rubin Carter markiert einen weiteren Meilenstein in seiner Karriere. Der Film wurde heftig diskutiert und kam nicht immer gut dabei weg. Die brillante Darstellung von Rubin Carter brachte Denzel Washington einen Golden Golbe ein, beim Oscar reichte es nur für eine Nominierung. Im Jahr 2000 stand er für den Erfolgsproduzent Jerry Bruckheimer in Remember the Titans vor der Kamera und ist darin als Trainer eines Football Teams zu sehen. 

Denzel Washington ist einer der bekanntesten schwarzen Schauspieler Hollywoods. Seine Kollegen bewundern ihn gleichermaßen für sein immenses soziales Engagement und sein enormes schauspielerisches Talent. Die akribische Vorbereitung für seine Rollen unterstreicht seine Professionalität und macht seine brillanten Charakterstudien erst möglich. Immer auf der Suche nach neuen Herausforderungen und Filme, die viel Diskussionsstoff liefern, all das zeichnet Denzel Washington aus. Er ist unumstritten einer der ganz Großen seiner Zeit, was er von Film zu Film erneut bestätigt. 

 

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